28.06. – „Von Adorno zu Mao. Die schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung“

Am 28. Juni 2012 wird Jens Benicke in Trier zum Thema „Von Adorno zu Mao. Die schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung“ sprechen. Der Vortrag findet um 18 Uhr im Raum B21 an der Universität Trier statt. Veranstalter ist die Hochschulgruppe Linke Liste in Zusammenarbeit mit der Jenny-Marx-Gesellschaft/Rosa Luxemburg Stiftung RLP.

Nachdem 1956 sowjetische Panzer den Aufstand gegen das staatskapitalistische Regime in Ungarn niedergeschlagen haben, entsteht aus dem Protest dagegen im Westen eine „Neue Linke“, die sich explizit gegen Stalinismus und Sozialdemokratie wendet. Diese sich zuerst in den USA, Frankreich und Großbritannien entwickelnde Strömung entdeckt dabei auch die dissidenten Traditionen der ArbeiterInnen­bewegung, vom Rätekommunismus bis zum westlichen Marxismus, wieder.

Die Besonderheit der Neuen Linken in der Bundesrepublik ist dabei ihr starker Bezug auf die Kritische Theorie. Durch die antiautoritäre Studentenbewegung der Sechziger Jahre kommt diese in Deutschland zum ersten Mal praktisch zur Geltung. An Adorno, Horkheimer und Marcuse orientierte studentische Theoretiker wie Hans-Jürgen Krahl, Frank Bökelmann u. a. schaffen es Mitte der sechziger Jahre kurzzeitig im heterogen „Sozialistischen Deutschen Studentenbund“ (SDS) die Oberhand zu gewinnen und die dort ebenfalls stark vertretene traditionslinke Strömung zurück­zu­drängen.

Doch dieser erfreuliche Zustand ist nur von kurzer Dauer, denn schon auf dem Höhepunkt der studentischen Proteste entstehen aus der antiautoritären Bewegung heraus neoleninistische Strömungen, die die Kritische Theorie als vermeintlich „kleinbürgerlich“ zurückweisen. Diese Entwicklung fällt zeitlich zusammen mit einer­seits erkennbaren Niederlagen der Bewegung, so verabschiedet etwa der Bundestag die Notstandsgesetze und andererseits einer deutlichen personellen Ausweitung der Proteste. Die bis dato überschaubare antiautoritären Gruppen stoßen erkennbar an ihren Grenzen. Die folgende „schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung“ und die Konstitution der mao-stalinistischen K-Gruppen bedeutet dann die endgültige Abkehr eines großen Teils der Protestbewegung von der Kritischen Theorie und den von ihnen selbst bis vor kurzen vertretenen Positionen. Aus der antiautoritären Bewegung entwickeln sich autoritäre Kaderorganisationen, die sämtliche emanzipatorischen Errungenschaften der Revolte in ihr Gegenteil verkehren.

Referieren wird Jens Benicke. Sein gleichnamiges Buch ist im ca ira Verlag Freiburg erschienen.

19.04. – Vortrag: „Die neuen Gegenaufklärer – Christlicher Fundamentalismus und Evangelikalismus in Deutschland“

Am 19. April 2012 veranstaltet die Linke Liste in Zusammenarbeit mit der Jenny-Marx-Gesellschaft und dem Infoladen Trier den Vortrag „Die neuen Gegenaufklärer – Christlicher Fundamentalismus und Evangelikalismus in Deutschland“. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr c.t. im Raum B21 der Uni Trier und findet anlässlich der Heilig Rock Wallfahrt statt.

Während der christliche Fundamentalismus in den Vereinigten Staaten über Jahrzehnte seinen Einfluss auf die Politik geltend machen konnte, sah es lange danach aus, dass diese Strömung hierzulande eine Randerscheinung bleiben würde. Zu stark schien der Einfluss der beiden Staatskirchen. Mit den gesellschaftspolitischen Veränderungen der letzten zwanzig Jahre hat sich die Situation in Deutschland grundlegend verändert. Sowohl in den Kirchen als auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft lassen sich immer öfter reaktionäre, konservative bzw. wissenschaftsfeindliche Positionen finden, wie sie von fundamentalistischen ChristInnen vorgebracht werden. Immer selbstbewusster treten Personen und Verbände dieses Spektrums in der Öffentlichkeit auf und versuchen gesellschaftliche Diskurse mitzubestimmen bzw. längst überwunden geglaubte Weltbilder wieder gesellschaftsfähig zu machen.
So heterogen diese religiös-fundamentalistische Bewegung auch ist, so eint deren VertreterInnen, dass sie sich auf einem Kreuzzug gegen die (Post)Moderne wähnen – sei es im Kampf gegen Darwin, die Geschlechterpolitik, die (sexuelle) Selbstbestimmung, die Aufklärung oder die Schulpflicht. Dies hat Folgen für die Zivilgesellschaft, nicht zuletzt auch deshalb, weil die beiden Staatskirchen, u.a. bedingt durch den starken Mitgliederschwund, diesen Positionen immer mehr Raum bieten. Der Vortrag wirft einen Blick auf die unterschiedlichen Spielarten und Strömungen des christlichen Fundamentalismus und diskutiert anhand aktueller Beispiele die Konfliktfelder und Folgen für die Gesellschaft.

Christoph Lammers, Politik- und Sozialwissenschaftler. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dortmund. Chefredakteur des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit).

Kirchenaustritt zum Hasenfest!

Update: Es werden drei kostenlose Kirchenaustritte verlost! Infos hier!
Gerne weisen wir auf folgende Aktion der Evolutionären Humanisten Trier hin:

Hasenfest in Trier

Ihr habt die Hasenschnute voll und Lust am kommenden Gründonnerstag (05. April 2012) endgültig aus der Kirche zu hoppeln? Oder ihr wollt uns bei unserer Austrittsaktion unterstützen? Dann meldet euch doch bitte unter info@eh-trier.de. [Die Aktion findet aber nur statt, wenn wir genügend Häschen beisammen haben. Darüber werden wir euch natürlich rechtzeitig informieren!]

Für den Kirchenaustritt ist das Standesamt Trier (Domfreihof 1b) zuständig. Ansprechpartnerin ist hier Frau Renate Lenz (Tel. 0651-718-1349).

Allgemeine Infos (Was brauche ich?) zum Prozedere des Kirchenaustritts in RLP gibt’s hier: http://www.kirchenaustritt.de/rp/

Wir würden uns freuen, mit euch gemeinsam hüpfen zu dürfen! Eure eht)))

Die Aktion steht im Zusammenhang mit einer bundesweiten Kirchenaustrittsaktion.

17.03. – Naziaufmarsch in Trier verhindern!

Am kommenden Samstag, den 17. März 2012, will die NPD in Trier demonstrieren. Die Linke Liste unterstützt den Aufruf des Bündnis gegen Rechts zur Gegendemo:

Aufruf zur Gegenkundgebung

Samstag 17.3.2012 13.00h Porta Nigra, Trier

Nazis reden nur Blech
Trier braucht Dich und keine Nazis!

Die NPD ruft am Samstag, 17.03.2012 um 14 Uhr ab Hauptbahnhof Trier zu einer Kundgebung unter dem Motto „Stahlhart für soziale Gerechtigkeit – Volkssolidarität kontra Kapitalherrschaft“ auf.

Anlässlich dieses erneuten Neonaziaufmarsches ruft das Bündnis gegen Rechts dazu auf, sich an der Gegenkundgebung um 13.00 Uhr an der Porta Nigra in Trier zu beteiligen. Unsere Kundgebung ist ein klares Zeichen gegen Rassismus und Neofaschismus.

Mit einfachen Parolen gegen Sozialabbau, Globalisierung und US-amerikanische Militärpräsenz, für „Heldengedenken“ oder „Volkssolidarität“ treten sie wie vor 1933 als Wolf im Schafspelz auf.
Die NPD gesteht den ArbeitnehmerInnen keine demokratischen Mitbestimmungsrechte zu. Stattdessen setzen sie auf den autoritären Führerstaat.

Im Bündnis gegen Rechts sind zahlreiche Organisationen vertreten, die sich auch mit der sozialen Frage beschäftigen. Wir treten als TriererInnen für den Erhalt von Arbeitsplätzen ein. Wir stellen uns aber konsequent gegen die Vereinnahmung durch die rechten Rattenfänger und Gewerkschaftsfeinde. Wir stellen uns gegen die Verbreitung der menschenverachtenden Parolen durch Neonazis und ihre Relativierung des Faschismus. Wir werden diese demagogische Hetze nicht tatenlos hinnehmen. Es ist unerträglich, wenn Neonazis und ihre Anhängerschaft ungestört in Trier ihr völkisches Weltbild verbreiten.

Tatsächlich sind sie wie damals gegen Demokratie und Gewerkschaften, gegen fortschrittliche Kräfte und mit ihrer Sündenbocktheorie gegen alles, was Ihr Weltbild stört. Sie grenzen vor allem MigrantInnen und Minderheiten aus und greifen sie und auch AntifaschistInnen an, um sich selbst zu erhöhen.

Deswegen rufen wir alle demokratischen Kräfte auf: Kommt zu unserer Kundgebung!
Wo sich die Neonazis einmal etabliert haben, ist ein friedliches Miteinander nicht möglich.
Die faschistische NPD darf nicht toleriert werden, weder in Trier noch anderswo.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Bisherige Redebeiträge auf der Kundgebung
*Marcus Heintel – Deutscher Gewerkschaftsbund Region Trier
*Thomas Kupczik – Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier
*Fabian Jellonnek – Multikulturelles Zentrum Trier
*Klaus Jensen – Oberbürgermeister der Stadt Trier

Zudem wird Walter Liederschmitt alias „Woltähr“ mit einigen Liedern auftreten.

Die UnterstützerInnen des Aufrufs sind zu finden auf der „Unterstützen“-Seite.

Weitere Informationen unter: http://17maerz.blogsport.de

Wahlkampfprogramm der Linken Liste - Dezember 2011

Wer kennt sie nicht, die Forderungen studentischer InteressenvertreterInnen nach mehr Wohnungen und mehr Bussen, nach mehr Datenschutz, mehr Master, mehr Bafög, mehr Umwelt und mehr Demokratie. An Runden Tischen zur Konsensfindung und in Protesten zur Verbesserung der studentischen Lage bitten diese Studierendenvertreter Hochschulleitung, Stadt, Politik und Wirtschaft um etwas mehr Entgegenkommen bei der Ausübung des allgemeinen Rechtes auf Bildung. Am Ende bleiben nichts als Zugeständnisse und Niederlagen. Sporadische Finanzspritzen wie bspw. der fragwürdige Hochschulpakt I und II werden bereits als Erfolge verbucht und führen konsequenterweise zu weniger Geschrei. Wenn dann solche Maßnahmen aber auch zu einem organisierten und rapiden Anstieg der Hochschulzulassungen beitragen, fühlen sich die StudentInnen doch wieder veranlasst, sich zu melden, denn bei allem Geschrei nach mehr für die Studierenden, sind mehr Studierende nicht unbedingt eingeschlossen. Und so werden die Forderungen auch schon mal in ihr Gegenteil verkehrt und die Bitte nach mehr Plätzen in die Beschränkung der Hochschulzulassungen durch NC verdreht.

Anstatt fortwährend quantitative Forderungen zu stellen, sollte sich die Hochschulpolitik endlich vor Augen führen, wie der beklagte Mangel und seine Folgeprobleme entstanden sind und warum sie sich notwendigerweise nicht lösen lassen. Im Kapitalismus bedeutet die Auseinandersetzung um die Verwendung staatlicher Gelder nun einmal einen Verteilungskampf zwischen gesellschaftlichen Klassen. Deshalb ist die Frage, wer für öffentliche Hochschulbildung aufzukommen hat, genauso wie die Ausrichtung von Hochschulbildung, ihrer Inhalte und der Aufbau des Studiums ein Bestandteil von Klassenauseinandersetzungen, auf deren einer Seite das Kapital mit seinem Interesse an einer Senkung der (Aus-)Bildungskosten seiner akademischen Hand- und Kopflanger und ihrer Vorsortierung steht und auf der anderen Seite eben diese (aus-) zu Bildenden, in ihrer Rolle als Studierende, die momentan unter den miesen Studienbedingungen und später unter den daraus folgenden schlechteren Lohnverhältnissen leiden.

Dass studentischen Forderungen daher von Seiten der Politik nicht immer direkt Folge geleistet wird, kann also nicht verwundern, denn weder bedarf es genauso vieler Master- wie Bachelor-Plätze um die gesellschaftliche Hierarchie aufrecht zu erhalten, noch nützt einer Lernfabrik die paritätische Beteiligung von Studierenden an hochschulinternen Entscheidungsprozessen. (Nicht zuletzt die Etablierung des Hochschulrates sollte den antidemokratischen Trend offenbart haben) Mehr Busse und Wohnungen kann es schon geben, sobald jemand dafür zahlt. Denn im Kapitalismus mangelt es den Menschen an nichts, die dafür zahlen können. Denen, die das nicht vermögen, mangelt es an allem.
Statt also das Bildungswesen immer wieder aufgrund seines Versagens bei der Erfüllung solcher Ziele wie umfassender Bildung für alle zu kritisieren, frage man sich lieber nach dem Ziel dieses Bildungssystems. Hier liegt nämlich kein Versagen vor, es werden nur schlicht und einfach andere Interessen verfolgt als die der (später lohnabhängigen) StudentInnen. Man berücksichtige bei diesen Betrachtungen z.B. den Zusammenhang der Bildungseinsparungen der letzten Jahrzehnte und die Argumentation für spätere Privatisierungen und Studiengebühren. Und man wundere sich doch endlich einmal, wozu Bildungsbeteiligung in der BRD von sozialer Herkunft abhängig ist.

Verteilungskämpfe werden nicht am Runden Tisch entschieden und auch nicht durch Forderungen, die auf „konstruktive Kritik“ abzielen. Für seine Interessen muss man kämpfen – vorher allerdings sollte man sich über diese Interessen klar werden. Unsere Forderungen formulieren diese Interessen so, dass sich daran Kämpfe initiieren lassen, die letztlich auch auf das Ganze zielen – auf ein System nämlich, in dem unsere Interessen nichts gelten:

  • Bildung ist kein Privileg, sondern muss ein Grundrecht sein. Der Zugang zur Hochschule darf nicht vom Geldbeutel abhängig gemacht werden. Studiengebühren sind daher auch für den nichtkonsekutiven Master abzuschaffen!
  • Für die Abschaffung des „Numerus Clausus“ und anderer Zugangsbeschränkungen!
  • Eine abgeschlossene betriebliche oder schulische Ausbildung muss zum Studieren an deutschen Hochschulen berechtigen. Unis dürfen keine eigenen Auswahlverfahren praktizieren!
  • Für eine Übernahme aller Bachelor-AbsolventInnen!
  • Für gleiche und geschlechtsunabhängige Berufschancen innerhalb der Hochschule!
  • Für die Verlängerung der Regelstudienzeit! Für das Verbot von Privatuniversitäten! Keine Eliteuniversitäten!
  • Ordentliche Finanzierung und Ausstattung der Hochschule.
  • Für Kritische Wissenschaft und gesellschaftskritische Hochschulpolitik! Wissenschaft muss für diejenigen betrieben werden, die aufgrund gesellschaftlicher Arbeitsteilung nicht den Zugang und Zeit zur entsprechenden Analyse haben. Hochschulpolitik darf die Universität nicht als quasi von jeglichem gesellschaftlichem Kontext unabhängig betrachten. Sinnvolle Hochschulpolitik braucht Gesellschaftsanalyse und -kritik. Was in einer kapitalistisch verfassten Welt auch Kapitalismuskritik impliziert.
  • Erkämpft das Allgemeinpolitische Mandat! Demokratische Aktivitäten und Meinungsäußerungen dürfen nicht sanktioniert werden. Weder unmittelbar durch das Verbot des allgemeinpolitischen Mandats noch durch spätere Berufsverbote.
  • Für eine Zivilklausel an den Hochschulen! Für eine zivile, humane und gesellschaftlich verantwortliche Wissenschaft, die dem Frieden dient und militärische Forschung ausschließt.

17.10. – Karl-Marx-Lesekreis liest „Dialektik der Aufklärung“

Am 17. Oktober 2011 findet um 20 Uhr das erste Treffen des Karl-Marx-Lesekreises im Infoladen Trier (Hommerstr. 14, Trier-Süd) statt. Gelesen werden soll in Zukunft Horkheimers/Adornos „Dialektik der Aufklärung“. Das erste Treffen soll dabei vornehmlich der Organisation der zukünftigen Treffen dienen und steht allen Interessierten offen.

Vortrag zum Nachhören: Extremismusklausel

Der am 18.07.2011 im Infoladen gehaltene und von der Linken Liste veranstaltete Vortrag zur sog. Extremismusklausel steht ab sofort zum Nachhören (mp3) bereit.

Koalitionsvereinbarung 2011/12

Hiermit veröffentlicht die Linke Liste die Koalitionsvereinbarung der AStA-tragenden Koalition aus Linker Liste, Campus Grün/Die Orangen und der Juso-HSG.

Vortrag: System und Subjekt

Zur Kritik des Strukturmarxismus Louis Althussers

mit Dr. Werner Seppmann

Donnerstag, 03. Februar 2011
Universität Trier, Raum A 6
18 Uhr c.t.

Eine eklatante kapitalistische Widerspruchsentwicklung hat zu einem neuen Interesse an der Marxschen Theorie geführt. Wie zuletzt in den späten 60er und 70er Jahren, ist eine Bewegung der »Kapital«-Lektüre und -Schulung entstanden. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, aber mit offenem Ausgang. Zwar gibt es nicht wenige Aneignungsbemühungen, um den gegenwärtigen Kapitalismus mit Hilfe des Marxschen Analyseverfahrens zu verstehen. Jedoch agieren ebenfalls eine ganze Reihe von »Kapital«- und Marxismus-Interpreten, denen es nicht darum geht, gesellschaftskritische Artikulationsbedürfnisse theoretisch zu fundieren, sondern die vorrangig damit beschäftigt sind, die Marxismus-Interessierten in ein Labyrinth weltloser Exegese zu führen. Im Resultat wird Marx ohne die 11. Feuerbachthese, also ohne die Perspektive der Gesellschafts-veränderung, interpretiert.

Solches Vorgehen hat eine lange Tradition. Argumentiert wird im Windschatten eines objektivistischen Theorieverständnisses, das in den 60er Jahren, dabei Grundelemente eines traditionellen Dogmatismus neu aufpolierend, von Louis Althusser propagiert wurde. Der KPF-Philosoph hatte mit seinem Ausruf »Das Kapital lesen« Furore gemacht. Der Hauptgedanke seines gleichnamigen Buches bestand in der Behauptung, daß das Marxsche »Kapital« die alleinige Basis eines »wissenschaftlichen« Marxismus sei und fast alle anderen theoretischen Erörterungen einer »ideologischen« Denkphase von Marx angehörten. Propagiert wurde ein Marx ohne Zivilisationskritik und humanistischer Selbstvergewisserung, ohne Entfremdungstheorie und konkreter Emanzi-pationsperspektive.

Ergebnisse der StuPa-Wahl 2010

Inzwischen stehen die Ergebnisse der Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) zwischen dem 7. und 9. Dezember 2010 fest. Demnach sind wir jetzt mit drei Sitzen im StuPa vertreten, das ist einer mehr als im letzten Jahr. Für weitere Ergebnisse sei auf TrUNews verwiesen.